Wien. Die österreichische LKW-Maut wird nach einem Bericht des Internet-Ablegers der "OÖNachrichten" beinahe lückenlos erfasst. "Die Fehlerquote liegt bei 0,5 Prozent", erklärte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Asfinag gegenüber dem Online-Dienst. SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter hatte zuvor Verkehrsminister Hubert Gorbach (FP) und die Asfinag frontal angegriffen. Es existiere ein Geheimpapier, in dem von einer 180 Mal höheren Fehlerquote bei der LKW-Erfassung als vertraglich festgelegt die Rede ist, kritisierte Kräuter. In einer Art Panikreaktion hätten die Betreiber 5000 so genannte "Split-Go-Boxen" bestellt, um dem Problem der "blinden Lkw" begegnen zu können, so Kräuter. "Blinde Lkw" sind den Angaben zufolge Schwerfahrzeuge, die von den Überkopf-Mautportalen nicht erfasst werden können. "Ein geheimes Gutachten gibt es nicht", dementierte Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann. Die Erfassungsquote liege nicht in dem Bereich, den Kräuter angegeben hatte, sondern bei 99,5 Prozent. Vertraglich vorgeschrieben seien 92 Prozent. In den ersten vier Monaten wurden laut Asfinag 250 Millionen Euro eingenommen (wir berichteten). Demnächst soll das Go-Box-System auch in Ungarn zum Einsatz kommen. (pad)
Österreich: Mauterfassung fast lückenlos
Online-Dienst: Fehlerquote liegt bei 0,5 Prozent / Go-Box-System wird demnächst auch in Ungarn eingesetzt