WIEN. Der österreichische Verkehrsminister Mathias Reichhold (FPÖ) will die von seiner Vorgängerin angepeilte Höhe der Lkw-Maut nochmals überdenken. Durchschnittlich 22 Cent pro Kilometer könnten vor allem westösterreichischen Unternehmen massive Wettbewerbsnachteile bringen. Eine finanzielle Entlastung des Straßengüterverkehrs, so Reichhold, sei aber auch durch die „Senkung der Straßenbenützungsabgabe oder der Mineralölsteuer“ erzielbar. Der Fachverband Güterbeförderung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Straßenbenützungsabgabe gemäß Wegekostenrichtlinie der EU vollständig gestrichen werden muss. Den Start der Lkw-Maut im Juli 2003 hält der Verkehrsminister für realistisch. Die Zahl der Systemanbieter ist in der Zwischenzeit auf drei geschrumpft, nachdem sich eine Gruppe um IBM zurückgezogen hat und das Konsortium um die DaimlerChrysler-Tochter DCS vom Bieterverfahren ausgeschlossen wurde. (vr/rv)
Österreich: Großes Feilschen um die Lkw-Maut
Lkw-Gewerbe fürchtet massive Wettbewerbsnachteile