Bereits fünf Monate nach seiner Präsentation soll der österreichische Generalverkehrsplan überarbeitet werden, verlautet aus dem Umfeld von Verkehrsminister Mathias Reichhold. Damit reagiert man auf die Kritik der Industrie, die bereits im Januar sarkastisch anmerkte, das Ministerium habe die EU-Osterweiterung wohl noch nicht realisiert. Nun soll zusätzlich eine Milliarde Euro in den raschen Bau von Straßenverbindungen Richtung Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien fließen. Die Finanzierung dieser Vorhaben ist durch die bevorstehende Einführung der Lkw-Maut einigermaßen gesichert. Ausbaubedarf besteht allerdings auch für die Schiene. Die dafür in den nächsten zehn Jahren vorgesehenen elf Milliarden Euro sind bisher nur zur Hälfte gesichert. Verkehrsexperten fordern daher eine Erhöhung der Bundeszuschüsse, weil die Mittel durch das Schienenbenutzungsentgelt allein nicht aufgebracht werden können. (vr/rv)
Österreich: Generalverkehrsplan erhält neues Profil
Planer für Verkehrsinfrastruktur haben EU-Osterweiterung vergessen