Innsbruck. Österreichische Umweltschützer haben zum Abschluss dreitägiger Proteste am Mittwoch Abend die stark befahrene Inntalautobahn zwölf Stunden lang blockiert. Dadurch kam es auf den Umgehungsstraßen zu Kilometer langen Staus. Vor den Absperrungen bildeten sich bis zu fünf Kilometer lange Schlangen von LKW, die wegen ihres Gewichts die Umgehungsstraßen nicht benutzen durften. Am späten Nachmittag sperrten Demonstranten außerdem die Tauernautobahn südlich des Katschbergtunnels für drei Stunden. Wegen des zunehmenden Urlaubsverkehrs und durch Neuschnee kam es hier bereits am frühen Abend ebenfalls zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Kilometer langen Rückstaus von LKW. Die Inntal-Autobahn war bereits am Vormittag zwischen Vomperbach und Wattens vollständig gesperrt worden. Die Polizei versuchte, den Verkehr weiträumig umzulenken. Zahlreiche Lastwagen mussten jedoch wegen eines Nachtfahrverbots bis Donnerstagmorgen vor den Sperren warten. Die Demonstrationen richteten sich gegen das ständig steigende Verkehrsaufkommen auf den österreichischen Transitautobahnen. Entgegen allen Befürchtungen war jedoch das erwartete Verkehrschaos zunächst ausgeblieben. Die Aktionen, die auf Kritik österreichischer Touristen- und Wirtschaftsverbände gestoßen sind, fanden die volle Rückendeckung der Regierung in Wien. Verkehrsminister Hubert Gorbach deutete am Mittwoch an, dass Österreich möglicherweise eine landesweite Maut für Lastwagen einführen könnte, um das Verkehrsaufkommen zu bremsen. (vr/dpa)
Österreich: Dreitägige Blockaden gehen zu Ende
Mehrstündige Autobahnblockaden führten Mittwoch Abend zu Verkehrsstaus