Der österreichische Verkehrsminister Michael Schmid und ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler sind einer Meinung: Solange Deutschland und Italien nicht die Zulaufstrecken ausbauen, bestehe auch für Österreich keine Veranlassung, die Kapazität der Inntalbahn zu erhöhen. Schon derzeit gebe es für den Schienengüterverkehr durch das Unterinntal Kapazitätsreserven von hundert Prozent. Diese Meinung ließ sich Minister Schmid durch ein eigenes Gutachten bestätigen. Ganz anders wird die Situation von der Tiroler Landesregierung und dem Präsidenten der Tiroler Wirtschaftskammer Hansjörg Jäger beurteilt. Sie treten unverändert für einen Ausbau der Bahn durch Tirol ein. Jäger wandte sich in einem Schreiben auch an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und verwies darauf, dass die Glaubwürdigkeit der österreichischen Verkehrspolitik in Gefahr sei.
Österreich: Ausbaustopp für Inntalbahn
Schmid: Zuerst müssen Italien und Deutschland die Zulaufstrecken ausbauen