Frankfurt/Main. Auch an der Londoner Rohstoffbörse gab der Ölpreis leicht nach. Hier sank der Kurs für Rohöl der Nordseesorte Brent um 61 Cent auf 72,57 Dollar. Nach Ansicht von Händlern handelt es sich nicht um eine Trendwende, vielmehr hätten Anleger an den Rohstoffbörsen die Gelegenheit genutzt und zum Wochenende Gewinne mitgenommen. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist dagegen erstmals auf 67 Dollar für ein Barrel gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats. Die OPEC produziert zurzeit nach Angaben des Internationalen Energieberaters PVM in Wien an der Obergrenze ihrer Förderkapazität. Die Ölpreise blieben nur knapp unter ihren Rekordständen. Experten machten die schrumpfenden Benzinreserven in den USA und deren weiter hohe Nachfrage sowie die weiterhin drohende Eskalation im Atomstreit mit dem weltweit viertgrößten Ölproduzenten Iran für den Höhenflug des Ölpreises verantwortlich. In den USA springt der Benzinverbrauch mit Beginn der Feriensaison erfahrungsgemäß in die Höhe. Mit dem massiven Anstieg der Treibstoffpreise erwarten Experten aber einen sparsameren Verbrauch. Die hohen Preise an den Zapfsäulen dürften die Fahrfreude der US-Bürger doch etwas dämpfen, sagten Händler. Die USA haben als stärkste Volkswirtschaft der Welt auch den weltweit höchsten Benzin-Verbrauch.
Ölpreise bleiben auf hohem Niveau - Keine Trendwende in Sicht
Auf den internationalen Ölmärkten ist keine Entspannung in Sicht: Am Freitag blieben die Preise trotz leicht rückläufiger Tendenz in Reichweite der Rekordwerte. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Sorte WTI mit Auslieferung im Juni rutschte im Nachmittagshandel um 54 Cent auf 73,15 US-Dollar.