Nun ist es offiziell: Violeta Bulc soll Verkehrskommissarin werden

16.10.2014 11:51 Uhr
Violeta Bulc
Die Slowenin Violeta Bulc soll neue EU-Verkehrskommissarin werden
© Foto: Picture Alliance/AFP/Jure Markovec

Die designierte neue Verkehrskommissarin Violeta Bulc ist in Brüssel weitgehend unbekannt. Wer steckt hinter dem Namen?

Brüssel. Nun ist es offiziell. Der designierte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will die stellvertretende Ministerpräsidentin von Slowenien, Violeta Bulc, zur neuen Verkehrskommissarin der EU ernennen. Das wurde nun offiziell schriftlich bekannt gegeben. Maros Sefcovic, der bislang für diese Aufgabe vorgesehen war, soll Vize-Präsident der EU-Kommission für die Energiepolitik werden.

Die Neuverteilung der Ressorts war notwendig geworden, nachdem das Parlament die erste Kandidatin Sloweniens, Alenka Bratusek, abgelehnt hatte. Die EU-Mitgliedsstaaten akzeptierten die neue slowenische Kandidatin am Mittwochabend. Sie muss sich voraussichtlich am Montagabend einer Anhörung im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlamentes stellen. Das Plenum des Parlamentes soll der Juncker-Kommission am Mittwoch das Vertrauen aussprechen. Sie soll am 1. November ihre Amtsgeschäfte aufnehmen.

Violeta Bulc ist in Brüssel weitgehend unbekannt und bringt nur wenig politische Erfahrung mit. Anfang der 80ger Jahre war sie Mitglied der jugoslawischen Basketnball-Nationalmannschaft. In den 90ger Jahren studierte sie Elektrotechnik an der Universität Ljubljana und in San Francisco. Danach arbeitete sie für die staatliche slowenische Telefongesellschaft und gründete 2000 eine Beratungsfirma für Unternehmen. Als erfolgreiche, slowenische Unternehmerin erhielt sie mehrere Preise für innovative und nachhaltige Geschäftsmodelle. Sie interessiert sich für asiatischen Kampfsport und absolvierte eine Ausbildung als Shamane.

Ihre politische Karriere begann im Sommer diesen Jahres mit einer Kandidatur für das slowenische Parlament. Im September avancierte sie in der neuen slowenischen Regierung zur stellvertretenden Ministerpräsidentin. Regierungschef Cerar setzte ihre Nominierung als EU-Kommissarin gegen den Widerstand seines sozialdemokratischen Koalitionspartners durch. Im Europäischen Parlament gehört ihre Partei nicht zur Koalition der konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Fraktion, die Juncker unterstützen. (tw)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.