London. Die EU-Kommission schreibt vor, dass ab 2012 alle Neuwagen mit dem Notruf-System „e-Call“ ausgerüstet sein müssen. „e-Call“ sendet bei einem Unfall automatisch einen Notruf an einen „Public Safety Answering Point“ (Psap), von dort wird das Signal an die nächstgelegene Rettungsleitstelle weitergeleitet. „Zu Beginn wird es in jedem Bundesland mehrere Psap geben“, sagte Christian Pietsch von Qualcomm, dem Entwickler und Hersteller von „e-Call“. Geplant ist aber eine bundesweite, zentrale Notrufstation. „e-Call“ ist mit mehreren kritischen Messpunkten im Fahrzeug kombiniert, zum Beispiel mit dem Airbag. Sobald er sich öffnet, alarmiert „e-Call“ einen Psap. Wenn noch eine Person im Fahrzeug ansprechbar ist, kann sie sich über das System rückmelden, ist niemand mehr ansprechbar übermittelt „e-Call" automatisch über Satellit wichtige Informationen über den Unfall wie etwa die genaue Position des Unfalls oder Fahrzeugmodell und -identifikationsnummer. Schnelle Hilfe soll so garantiert sein, denn Rettungskräfte wissen bereits bei der Unfallmeldung, was, wann und wo passiert ist. „In einigen Jahren könnte es auch möglich sein, dass ´e-Call´ die Anzahl der Passagiere, die sich in dem Unfallfahrzeug befinden, übermittelt“, sagt Christian Pietsch. Dies würde über Gewichtssensoren funktionieren, die in den Fahrzeugsitzen eingebaut sind. Zwei Kilo oder mehr auf einem Platz würden für „e-Call“ einen Insassen bedeuten. (beg)
Notruf-System alarmiert Rettungskräfte automatisch
Ab 2012 obligatorisch in allen Neuwagen / Schnelle und richtige Hilfe soll garantiert werden / Ziel: weniger Todesopfer bei Unfällen