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Norddeutschland will nicht aufs Abstellgleis

Die norddeutschen Bundesländer sehen sich beim Schienengüterverkehr auf das Abstellgleis gestellt
© Foto: ddp/Oliver Lang

Pläne des Bundes, künftig nur noch die ganz großen Häfen finanziell zu unterstützen, stoßen auf Widerstand


Datum:
25.03.2011
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Boltenhagen. Die deutschen Küstenländer wollen in der Verkehrs- und Hafenpolitik trotz Konkurrenz künftig noch enger zusammenarbeiten und so auch gemeinsame Interessen beim Bund durchsetzen. Pläne des Bundes, künftig nur noch die ganz großen Häfen finanziell zu unterstützen, seien einhellig auf Widerspruch gestoßen, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin Sellering (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen der Nord-Regierungschefs im Ostseebad Boltenhagen. „So geht das nicht. Da sind wir uns einig. Und das zeigt, wie robust die Beziehung der Nordländer inzwischen untereinander sind", betonte Sellering.

Die vom Bundesverkehrsministerium vorgeschlagene Kategorisierung der Wasserstraßen nach Gütermengen wird von allen Nordländern abgelehnt. So werde die Bedeutung von Wasserstraßen und Häfen für die jeweilige Region nicht genügend berücksichtigt, sagte Sellering.

„Bahn und Bund behandeln den Norden stiefmütterlich", beklagte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) in Boltenhagen. Strecken wiesen Mängel auf, die Technik sei oft antiquiert. „Wer heute von Hamburg ins Ruhrgebiet fährt, hat ein Rendezvous mit den 70ern". Im Bahn- und Güterverkehr wollen die Nordländer aber auf die Überholspur und nicht aufs Abstellgleis. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie vom Bund und der Deutschen Bahn, Schienenverkehrsprojekte im Norden vorrangig umzusetzen. (dpa) 

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