Zoetermeer. 1200 ausgelieferte OBUs, 550 eingebaute automatische Maut-Erfassungsgeräte. Dieses aktuelle Zwischenergebnis (Stichtag: 19.August) veröffentlichte jetzt der niederländische Lkw- und Logistik-Verband TLN (Transport en Logistiek Nederland), Zoetermeer, sowie die niederländische Truck Dealer Association (TDA). Beide hatten zum zweiten Mal in Folge die mit dem OBU-Einbau autorisierten Fachwerkstätten in den Niederlanden befragt. 64 Betriebe dürfen in Holland die OBUs installieren. Rund 360 Werkstätten und Händler-Betriebe gehören der TDA an, die wiederum Bestandteil des niederländischen Automobilverbandes BOVAG, Utrecht, ist. TLN und TDA sind "enttäuscht" über dieses Ergebnis. Es bestätige allerdings, wie richtig der Prostest gegen das ursprüngliche Einführungsdatum 31.August gewesen sei. TLN-Sprecherin Clarisse Buma gegenüber der VerkehrsRundschau: "Das wäre niemals zu schaffen gewesen." Inzwischen wachsen beim TLN und der TDA allerdings die Zweifel darüber, dass auch 2.November gehalten werden kann. Das niederländische Lkw-Gewerbe benötige "zwischen 30.000 und 35.000 OBUs". Die Anzahl der ausgelieferten Erfassungsgeräte sei die eine Seite der Medaille, deren einwandfreies Funktionieren die andere. "Eine beachtliche Anzahl der Geräte ist defekt", so Buma. Probleme gebe es zudem mit dem Programmieren. Und: Die unternehmerbezogenen Fahrzeugkarten werden seitens Toll Collect nur schleppend bereit gestellt. "Ohne die macht der Einbau allerdings keinen Sinn", kommentierte Buma. TLN und TDA wollen die Werkstattbefragungen auch in den nächsten Wochen durchführen. Die jetzt gesammelten Erkenntnisse hat der TLN der IRU zur Verfügung gestellt. (vr/eha)
Niederlande: OBU-Auslieferung bleibt weit hinter Bedarf zurück
TLN: Eine beachtliche Anzahl der Geräte ist defekt