Der als Folge der Maul- und Klauenseuche (MKS) praktisch zum Erliegen gekommene Fleischmarkt in den Niederlanden macht sich vor allem bei den auf Kühltransporte spezialisierten Unternehmen immer schmerzhafter bemerkbar. Deshalb haben die in der Transfrigoroute Holland zusammengeschlossenen 60 Betriebe den niederländischen Landwirtschaftsminister Brinkhorst um konkrete staatliche Unterstützung ersucht. Die zugespitzte Lage auf dem niederländischen Markt, auch herbeigeführt durch nationale Schutzmaßnahmen gegen die MKS, habe die Transportbetriebe in eine Notlage gebracht, die über das normale Risiko einer unternehmerischen Tätigkeit hinausgehe, argumentiert die in Den Haag ansässige Organisation. Minister Brinkhorst hatte bei anderer Gelegenheit staatliche Unterstützungen ausgeschlossen. Erst müsse alles getan werden, um ein Überschwappen der MKS auf Holland zu verhindern. Nach Recherchen des Rotterdamer Hafens gibt es als Folge der MKS derzeit noch keine verstärkte Nachfrage nach Kühlcontainer-Kapazität, um damit Fleisch von Übersee nach Europa zu befördern. (vr/eha)
Niederlande: Kühlspeditionen drängen auf Unterstützung
Zusammenbrechender Fleischmarkt bringt auch Transportbetriebe in Not