Zoetermeer. 45 Prozent der bislang an die Niederlande ausgelieferten automatischen Mauterfassungsgeräte (OBU) sind fehlerhaft. Das ergab die Auswertung der dritten "Maut-Umfrage", die der niederländische LKW-Verband TLN (Transport en Logistiek Nederland) gemeinsam mit dem Verband der niederländischen Automobilindustrie, BOVAG (Utrecht), im Transportgewerbe sowie in den Werkstätten durchgeführt hat und deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Bis heute sind rund 7500 OBU-Einheiten in die Niederlande geliefert worden, von denen wiederum 5500 Geräte eingebaut wurden. 2500 OBUs arbeiten fehlerhaft. Davon wiederum mussten 718 Geräte ausgetauscht werden, weil sie überhaupt nicht funktionieren. "Die Auslieferung und Verfügbarkeit der Erfassungsgeräte hat zwar zugenommen, doch es gibt angesichts der hohen Fehlerquote keinen Grund zur Freude", so TLN-Sprecherin Clarisse Buma gegenüber der VerkehrsRundschau. Nach Verbandserhebungen benötigt das stark auf den deutschen Markt fixierte niederländische Transportgewerbe "zwischen 30.000 bis 35.000 OBUs, damit es umfassend am automatischen, Zeit sparenden Abrechnungsverfahren teilnehmen kann". Die aktuellen Daten werden der von der EU-Kommission eingesetzten Experten-Runde zur Verfügung gestellt, die den Fortgang der Maut-Einführung in Deutschland beobachtet. Seinen Mitgliedern rät der TLN dazu, die im Zusammenhang mit der deutschen LKW-Maut entstehenden Kosten genau zu erfassen und zu dokumentieren. Zudem weist der Verband auf die zum 1.Januar 2004 einzuführende österreichische LKW-Maut hin. Der Termin werde nicht in Frage gestellt. (vr/eha)
Niederlande: Fast die Hälfte der Mautgeräte ist fehlerhaft
TLN rät Mitgliedern, alle Kosten in Verbindung mit der Mauteinführung zu erfassen