Nach Jahren anhaltenden Wachstums wird das niederländische Lkw- Transport- und Speditionsgewerbe mit Marktanteilsverlusten in einigen Staaten Mittel- und Osteuropas (MOE-Staaten) konfrontiert. Das hat die Fachorganisation Niwo in Rijswijk ermittelt, die unter anderem die Federführung bei den bilateralen Straßengüterverkehrs-Verhandlungen hat. Erstmalig konstatierte die Niwo 1998 den erhöhten Marktdruck. 1999 und auch 2000 hielt dieser Trend an. In diesem Jahr fielen Polen, Serbien und Bosnien-Herzegowina positiv auf. Dagegen standen die Verkehre nach Kroatien, der Ukraine und Weißrussland erheblich unter Druck. Auf dem jüngsten Treffen zwischen Spitzenvertretern des niederländischen und ukrainischen Verkehrsgewerbes in Rijswijk trugen die Niederländer vor, welche Gründe aus ihrer Sicht für den Marktanteilsverlust verantwortlich sind. Neben den zu langen Aufenthalten an der polnisch-ukrainischen Grenze mache den Niederländern vor allem Behördenwillkür in der Ukraine das Leben schwer. Die Verluste in den MOE-Ländern würden 2000 jedoch durch erhebliche Zuwächse in Westeuropa sowie im inner-niederländischen Verkehr mehr als ausgeglichen. (vr/dw)
Niederländisches Lkw-Gewerbe verliert Marktanteile im Osten
Bürokratie und Wartezeiten erschweren Verkehre nach Kroatien, Ukraine und Weißrussland