Den Haag/Niederlande. Am heutigen Tag soll sich entscheiden, ob in Zukunft die so genannten Ökokombis auf niederländischen Straßen weiter fahren können. Die niederländische Verkehrsministerin Karla Peijs (CDA) kommt heute zu einem Abschlussgespräch mit den Spitzenvertretern der Straßenverkehrsverwaltungen des Reiches („Rijk"), der Provinzen und der Gemeinden in Den Haag zusammen. Sie sind im „Nationalen Mobilitätsrat" zusammengefasst. Der heutige Spitzentermin steht ganz im Zeichen eines vorab bekannt gewordenen positiven Empfehlungsschreibens des Nationalen Hafenrates der Niederlande. Das niederländische Fernsehen „NOS“, dem diese Stellungnahme zugespielt worden war, hatte am Sonntagabend in einem Bericht verbreitet, dass die Einführung der Super-Brummis seitens der Politik bereits eine beschlossene Sache sei. Dem NOS lag zudem ein weiterer Fachbericht aus dem Verkehrsministerin vor, in dem die Aspekte Allgemeine Verkehrssicherheit und volkswirtschaftlicher Nutzen der in den Niederlanden auch „LZV" („langere en zwardere vrachtwagens") genannten LKW zusammengefasst sind. Demnach hat es in dem zweijährigen, landesweiten Großversuch in den Niederlanden, der am 1. November dieses Jahres offiziell ausklingt, keinen Unfall unter Beteiligung eines LZV gegeben. Also seien die Super-Brummis genauso verkehrssicher wie die herkömmlichen LKW, heißt es in dem Bericht. Zum volkswirtschaftlichen und umweltwirksamen Nutzen gehört unter anderem die Einsparnis von mehreren tausend LKW-Fahrten im Jahr, einer damit einhergehenden Kraftstoffersparnis von rund einem Drittel und einem um drei bis fünf Prozent verringerten Schadstoffausstoß. Nach VerkehrsRundschau-Informationen wird eine offizielle Stellungnahme aus dem Hause von Verkehrsministerin Peijs zum weiteren Vorgehen noch in dieser Woche erwartet. Aktuell sind in den Niederlanden 125 LZV-Kombinationen unterwegs, die sich auf 71 Firmen verteilen. (eha)
Niederländische Super-LKW: Spitzengespräch in Den Haag
Positiver Bericht zu 25-Meter-Laster: Verkehrsministerium entscheidet diese Woche über weiteres Vorgehen beim Einsatz der „Ökokombis“