Für einen gezielteren Erlass von Lkw-Fahrverboten in Europa tritt der niederländische Lkw-Verband TLN (Transport en Logistiek Nederland) aus Zoetermeer ein. Seine Kritik am bestehenden System, eine Auflistung der in Europa bestehenden Regelungen und Verbesserungsvorschläge hat der TLN jetzt in einem Bericht, betitelt "Stillstand bedeutet Rückschritt", zusammengefasst und vorgelegt. Er soll als eine Diskussionsgrundlage für die wieder aufgeflammte Diskussion um eine Neuregelung der EU-weiten Lkw-Fahrverbote dienen. Nach Berechnungen des TLN verursachen die heute in Europa bestehenden Lkw-Fahrverbote jährliche Kosten von rund drei Milliarden Euro. Der Verband spricht von einem regelrechten "Wildwuchs". In 20 europäischen Staaten - auch außerhalb der EU - wird der Güterkraftverkehr heute mit staatlich sanktionierten Einschränkungen hinsichtlich seiner Einsatzmöglichkeiten konfrontiert, die, rein rechnerisch 1500 Tage Lkw-Fahrverbot im Jahr ergeben. Die Tatsache, dass die nationalen Fahrverbote nicht aufeinander abgestimmt sind, führen in den Betrieben zu erheblichen planerischen Mehrbelastungen. Auch für die Fahrer seien damit viele Unannehmlichkeiten verbunden. Der TLN spricht sich dafür aus, dass die EU-Kommission sich der Harmonisierung der Fahrverbote über einen Stufenplan annimt. Zu den Vorschlägen gehört, dass vor allem der grenzüberschreitende Lkw-Verkehr durch diese Verbote minimal eingeschränkt wird. (vr)
Niederländer gegen "Wildwuchs" bei Lkw-Fahrverboten in Europa
Die bestehenden Fahrverbote verursachen angeblich jährliche Kosten von rund drei Milliarden Euro