Turku. Der Hafen Turku profitiert von seiner Rolle als wichtiger Neufahrzeug-Umschlag-Standort im Südwesten Finnlands. Ein Großteil dieser Fahrzeuge ist für den russischen Markt bestimmt. Nach Darstellung des Hafens Turku wurden 2008 rund 93.600 PKW umgeschlagen, ein Zuwachs von gut 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Abwicklung der NFZ-Verkehre verfügt Turku über eine eigene Spezialanlage, den „Turku Auto Terminal“ (TAT). Beim Fahrzeugumschlag hatte Hafen-Turku-Chef Christian Ramberg allerdings noch im Mai 2008 im Gespräch mit Journalisten in Hamburg einen KFZ-Umschlag von 100.000 Einheiten in Aussicht gestellt. Der Gesamtumschlag verringerte sich im Berichtsjahr um gut 5,5 Prozent von 3,6 Millionen Tonnen auf 3,4 Millionen Tonnen. Zu den wichtigsten Länderkunden gehören neben Schweden vor allem Deutschland und Russland. Hafenchef Ramberg geht für 2009 von einem schwierigen Jahr auch für den südwestfinnischen Hafen Turku aus. Allerdings werde man an den bereits verabschiedeten Ausbauplänen festhalten, betonte er. Diese sollen vor allem im Hafenteil Pansio umgesetzt werden, der bis vor wenigen Jahren noch Standort für die Schiffbauindustrie war und als Hafenerweiterungsgebiet ausgewiesen ist. Neben neuen Kaiflächen entstehen zudem zwei neue Anleger für die Ro/Ro-Verkehre. Auch werden weitere Logistiklager gebaut. Hier setzt man in Turku bereits seit Jahren auf flexibel einsetzbare Leichtbauhallen. Diese Konstruktionen zeichnen sich durch eine grundsolide Bauweise aus. Ihre technische Lebensdauer liegt bei gut 20 Jahren. Auch unter Kostengesichtspunkten sind die Leichtbauhallen interessant. Rund 1,5 Million Euro kostet eine gut 10.000 Quadratmeter große Halle. Auch die Logistik-Industrie, als Kunde des Hafens, halte dem Seehafen die Treue, freut sich Ramberg. 2009 würden die Firmen Schenker Cargo Oy und Posten Logistik Finland Oy neue Logistikkomplexe in Betrieb nehmen, so Ramberg. (eha)
Neufahrzeug-Umschlag in Turku steigt
Ausbaupläne für finnischen Hafen bleiben weiterhin bestehen