Frankfurt am Main/Puebla (Mexiko). Der Automobilzulieferer Sumitomo Electric Bordnetze (SEBN) hat sein neues Werk bei Puebla (Mexiko) mit Informations- und Kommunikationstechnik für die Ressourcenplanung ausstatten lassen. Der Produzent von Bordnetzen steuert künftig alle Produktionsprozesse, Materialbewegungen und Finanzdaten mit SAP-Software aus einem Rechenzentrum im fernen München. Der Vertrag mit dem beauftragten Dienstleister T-Systems läuft drei Jahre. Sumitomo bezieht laut T-Systems alle Ressourcen wie Rechenzeit oder Speicherplatz flexibel nach Bedarf über eine neu aufgebaute Netzverbindung und bezahlt dabei nur für die tatsächlich bestellten Leistungen. Das Unternehmen brauche damit keine Kapazitäten für gelegentliche Lastspitzen vorzuhalten und verwandle hohe Fixkosten in variable, am Verbrauch orientierte Ausgaben. In vier Monaten hat T-Systems die Software an die Anforderungen vor Ort angepasst, das Netz zwischen Mexiko und Deutschland eingerichtet sowie Sumitomo mit dem Volkswagen-Werk in der Nähe von Puebla elektronisch direkt verbunden. Nun melden die Rechner des Automobilproduzenten den Bedarf für weitere Kabelbäume automatisch an den benachbarten Zulieferer. Darüber hinaus betreut T-Systems Rechner und Software in München. Sumitomo Electric Bordnetze wurde 1986 als Joint Venture der Volkswagen AG und der Siemens AG unter dem Namen Volkswagen Bordnetze GmbH gegründet. 2006 übernahmen die japanische Sumitomo Electric Industrie Ltd. und Sumitomo Wiring Systems Ltd. das Unternehmen. Bordnetze von SEBN verbinden beispielsweise in vielen VW-Modellen elektrische und elektronische Komponenten untereinander, die Strom oder Signale übertragen. (pi)
Neues Sumitomo-Werk in Mexiko: SAP-Software flexibel aus dem Rechenzentrum München
Automobilzulieferer Sumitomo ist elektronisch direkt mit VW-Werk in der Nähe von Puebla verbunden