Ein neuer Rückspiegel für Lastwagen soll den Blickwinkel der Fahrer erweitern und so Unfallzahlen senken. Die Neuentwicklung aus den Niederlanden stellte der Verband für das Verkehrsgewerbe Westfalen-Lippe am Dienstag in Münster vor. "Je nach Fahrzeugart können ganze Schulklassen im toten Winkel verschwinden", sagte der Vize-Geschäftsführer des Verbandes, Benedikt Althaus. Befestigt an der Frontseite der Fahrerkabine ermögliche der neue Spiegel Fahrern die Sicht in den toten Winkel durch die Frontscheibe. In Nordrhein-Westfalen seien im vergangenen Jahr 68 Menschen verunglückt, weil sie im toten Winkel von Lastwagenfahrern übersehen wurden. 16 davon seien schwer und zwei tödlich verletzt worden, sagte Franz-Josef Menken, Polizeihauptkommissar bei der Kreispolizei Borken. Der tote Winkel sei ein grundsätzliches Problem, das Personenwagen wie Lastwagen betreffe. Für Lastwagenfahrer bestehe jedoch stetig das Risiko beim Rechtsabbiegen oder beim Spurwechsel, insbesondere Fußgänger und Radfahrer nicht zu sehen. (vr/dpa)
Neuer Rückspiegel soll die Zahl der Lastwagen-Unfälle verringern
Technik ermöglicht Einsicht in den toten Winkel