Dortmund. Die Einführung des Geschäftsmodells „Netzwerkbahn“ durch DB Schenker Rail stellt offenbar einige Industriekunden vor Probleme. Es sei äußerst schwierig, die aus Wochenbasis erstellte Produktionsplanung mit der Transportplanung auf Tages- oder sogar auf Stundenbasis, wie sie DB Schenker erwartet, unter einen Hut zu bekommen, erklärte Florian Schwarz, Leiter Continental Logistics beim Stahlröhrenhersteller Vallourec & Mannesmann Tubes auf dem Zukunftskongress Logistik in Dortmund.
Das Unternehmen wickelt 60 Prozent seiner Transporte über verschiedene Eisenbahnverkehrsunternehmen ab, darunter auch über die DB. Dabei setzt es 8000 eigene Waggons ein. Derzeit prüfe Vallourec & Mannesmann Alternativen wie beispielsweise Direktzüge, deutete Schwarz an. Aber auch die Verlagerung auf die Straße sei nicht ausgeschlossen.
DB Schenker Rail hat Ende 2012 das Projekt Netzwerkbahn auf den Weg gebracht. Dabei sollen der Einzelwagenverkehr und das Ganzzugnetzwerk zu einem integrierten Netzwerk zusammengeführt werden. Ziel ist, die Zuverlässigkeit und Planbarkeit für die Kunden zu erhöhen und im Netzwerk effizienter zu produzieren. Die Kunden buchen dabei in den Produktionsplan hinein, verlieren aber dadurch auch an Flexibilität. (hel)