Frankfurt. Der angeschlagene Versandhändler Neckermann.de will am Stammsitz in Frankfurt weitere Stellen abbauen. Nachdem im vergangenen Jahr am Stammsitz schon etwa 50 Mitarbeiter der Logistiktochtergesellschaft das Unternehmen verlassen mussten, sollen nun weitere Beschäftigte folgen, teilte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) jetzt mit. „Aufgrund von Mengenrückgängen haben wir am Frankfurter Logistikstandort eine Überkapazität von rund 175 Vollzeitstellen“, so das Unternehmen gegenüber der Zeitung. Auch beim Umsatz habe Neckermann zuletzt drastische Einbußen hinnehmen müssen. Am Montag sollten der Sozialplan und der Interessenausgleich auf einer Betriebsversammlung vorgestellt werden. Neckermann.de zählt laut „FAZ“ in Frankfurt noch 2500 Stellen. Der Versandhändler befindet sich seit Jahren in der Verlustzone. Der US-Investor Sun hatte nach der Mehrheitsübernahme im März 2008 ein striktes Sparprogramm eingeleitet, bei dem jeder zehnte der insgesamt 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollte. (dpa/ag)
Neckermann plant Abbau von 175 Logistikstellen
Wegen Verlusten im Bekleidungsgeschäft will der Versandhändler will 175 Stellen in Frankfurt streichen