Leipzig/Halle. Der Streit um Nachtflüge am Flughafen Leipzig/Halle geht offenbar in eine neue Runde. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstagsausgabe) berichtet, wollen die Nachfluggegner nach ihrer Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht nun Verfassungsbeschwerde einlegen. Den Gang nach Karlsruhe begründete der Vorsitzende der IG Nachtflugverbot, Michael Teske, laut dem Bericht damit, dass die betroffenen Anwohner durch den nächtlichen Flugverkehr in ihrem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt würden. Die Klage solle sich zudem gegen die besonders umstrittenen Militärflüge richten. Ende Juli hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig drei Musterklagen von Nachtfluggegnern abgewiesen. Anwohner wollten erreichen, dass außer für Express-Frachtflüge ein generelles Nachtflugverbot gilt. Sie klagten auch gegen Transportflüge im Auftrag der US-Armee. Der Flughafen Leipzig/Halle ist Zwischenstation für US-Soldaten, die aus dem Nahen Osten und Asien zum Urlaub nach Hause fliegen. (dpa)
Nachtflug-Streit am Flughafen Leipzig/Halle geht weiter
Nachfluggegner wollen nach ihrer Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht nun Verfassungsbeschwerde einlegen