Genf. Im Frachtgeschäft ist die Nachfrage im April um 25,2 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der Verkehrszahlen für den Monat April, die die International Air Transport Association (IATA) vorgelegt hat. Im März 2010 hatte das Wachstum der Luftfracht noch bei 28,1 Prozent gelegen. Aufgrund der Flugausfälle durch die Aschewolke ist im April die weltweite Auslastung im Frachtgeschäft auf 55,3 Prozent (März 2010: 57,1 Prozent) zurückgegangen. Damit lag die Frachtmenge im März 2010 nur noch um ein Prozent unter dem Vorkrisenniveau.
Europäische Fluggesellschaften zeigten das schwächste Wachstum mit 8,3 Prozent gegenüber 11,5 Prozent im März. Nordamerikanischen Frachtairlines verzeichneten einen Wachstum von 23,8 Prozent. Im März lag der Wert noch bei 29,0 Prozent. Asien-Pazifik-Frachtlinien, die fast die Hälfte der internationalen Güterbeförderungen ausmachen, melden einen Zuwachs von 33,2 Prozent und damit einen leichten Rückgang im Vergleich zum März, wo das Wachstum bei 35,4 Prozent lag. Fluggesellschaften im Mittleren Osten mussten einen Rückgang von 35,5 Prozent im März auf 25,9 Prozent im April hinnehmen. Die lateinamerikanischen Fluggesellschaften wiesen das größte Wachstum bei der Nachfrage in der Fracht aus: Hier lag der Wert bei 63,0 Prozent im Vergleich zu 47,9 Prozent im März. Die afrikanische Fluggesellschaften zeigten eine geringere Verbesserung von 51,4 Prozent im März auf 54,6 Prozent im April.
Die IATA geht davon aus, dass es in den restlichen Monaten des laufenden Jahres nur noch ein leichtes Wachstum geben wird. (ab)