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Nabu-Umweltschützer lehnen Hafenquerspange A 26 Ost ab

Die geplante Autobahnquerverbindung durch Hamburger Hafengebiet zerstört laut Nabu wertvolle ökologische Flächen im Süderelberaum
© Foto: Axel Heimken/dpa/picture-alliance

Es hat Jahre gedauert, nun soll die Hafenpassage zwischen zwei Autobahnen in Hamburg kommen. Doch die Kritik von Umweltschützern lässt nicht nach.


Datum:
26.08.2019
Autor:
Stephanie Noll
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Hamburg. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hält den Bau der Autobahnquerverbindung durch Hamburger Hafengebiet - A26 Ost- angesichts der Klimadiskussionen weiterhin für überflüssig. Das teilte der Nabu in einer Presse-Einladung für Montag mit. Er will seine Forderungen zur Hafenquerspange vorstellen, die er auch bei einem offiziellen Erörterungstermin der Wirtschafts- und Verkehrsbehörde am Dienstag einbringen möchte. Der Nabu ist der Auffassung, dass Hamburg mit der 9,7 Kilometer langen Strecke sozial und ökologisch, aber auch ökonomisch hohe Risiken eingeht.

Gesamtkosten 900 Millionen Euro

Bei dem nicht öffentlichen Erörterungstermin von mehr als 1000 Einwendungen, Teil des Planfeststellungsverfahrens, geht es um den ersten Bauabschnitt vom Autobahnkreuz Süderelbe bis zur Anschlussstelle Hamburg-Hafen-Süd. Die geschätzten Gesamtkosten für alle drei Abschnitte wurden mit rund 900 Millionen Euro (Stand 2014) ermittelt, die der Bund trägt. Hamburg übernimmt Planungs- und anteilig Baukosten für Autobahn-Anschlüsse. Erst nach den Erörterungen kann es genehmigt werden. Die Behörde rechnet damit, dass der erste Abschnitt frühestens im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann - Bauzeit: etwa vier Jahre.

Nabu: Volkswirtschaftlicher Nutzen fragwürdig

Der Nabu weist daraufhin, dass seit fast zwei Dekaden an der Ost-West-Passage zwischen der A1 und A7 geplant werde. Jedoch hätten sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert: Die Hafenwirtschaft stehe durch die Digitalisierung vor einer Zeitenwende, und die Ansprüche an Mobilität veränderten sich rasant und fundamental. Zudem seien die Bau- und Planungskosten erheblich gestiegen. Daher sei der volkswirtschaftliche Nutzen des Vorhabens mehr denn je fragwürdig. Nach Auffassung der Umweltschützer droht der Autobahnbau, „wertvolle ökologische Flächen im Süderelberaum zu zerstören“, und Gebiete in Wilhelmsburg mit zusätzlichem Lärm zu belasten.

Mit dem Bau der Hafenpassage wollen der Bund und die Stadt nach eigenen Angaben eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz schließen. Der Hafen als internationale Verkehrsdrehscheibe und einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland könne verlässlicher erreicht werden. (dpa/sn)

 

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