NABU sieht im Straßenbau Sparpotential von 14 Milliarden Euro

07.06.2010 10:28 Uhr
Straßenbau
Der NABU hat eine mögliche Streichliste von 20 Projekten vorgelegt, durch die Einsparungen von 14 Milliarden Euro möglich sein sollen
© Foto: Lennart Preiss

A14, A20/22 Ausbau auf Vorschlagsliste ganz oben / Umweltschützer: Zu erwartendes geringes Verkehrsauskommen rechtfertigen Streichungen

Berlin. Angesichts der angespannten Haushaltslage hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Verzicht auf zahlreiche Großprojekte im Straßenbau gefordert. An erster Stelle auf einer Liste von 20 Vorhaben stehen die Autobahn A 14 in Mecklenburg-Vorpommern, die Schwerin mit Magdeburg verbinden soll, sowie die A 20/ A22 in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.Nach Berechnungen des NABU könnten bis zu 14 Milliarden Euro gespart werden, wenn „die überflüssigen Projekte gestrichen werden", betonte Verkehrsexperte Dietmar Oeliger gegenüber der Verkehrs-Rundschau.

Allein schon das künftig zu erwartende niedrige Verkehrsaufkommen rechtfertige eine Streichung. Ins Visier genommen hat der Verband auch Bundesstraßen wie die als Hochmoselübergang bekannt gewordene B 50n oder die Rhönquerung durch die B 87n. „Obwohl das deutsche Straßennetz zu den weltweit dichtesten gehöre, seien aktuell neue Vorhaben mit einer Gesamtlänge von 1 900 Kilometern geplant". Der NABU kritisierte auch den Zustand des „teilweise maroden Bestandsnetzes". (jök)

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