Militante Öko-Gruppen unter Führung der Association pour le respect du site du Mont-Blanc (ARSMB) haben nach Medienberichten mit Filter-Blockaden den Auto- und LKW-Verkehr durch den Straßentunnel zwischen Frankreich und Italien für mehrere Stunden lahmgelegt. Sie protestierten damit gegen die Rückkehr auch des Schwertransports über 19 Tonnen, der offiziell seit Sonntagnacht, 24 Uhr, wieder gestattet ist, bis zum 25. Juni aber noch auf 4-Achser-LKWs beschränkt bleibt. Danach sieht die zwischen Italien und Frankreich getroffene 3-Stufen Vereinbarung die freie Durchfahrt für alle LKW-Kategorien vor, Gefahrguttransporte und stark umweltverschmutzende Fahrzeuge ausgenommen. Bis Montagmittag ist denn auch am Montblanc kein einziger LKW mit mehr als 19 Tonnen Nutzlastgewicht gesichtet worden; jene, die aus Richtung Lyon die Alpen ansteuerten, wurden über Leuchtschriftanzeigen aufgefordert, den Tunnel bei Frejus zu benutzen. Bei der LKW-Transportbranche stößt die stufenweise Wiederzulassung weithin auf Unverständnis und Kritik. Ein Regionalsprecher des Transportverbandes FNTR erklärte, "die Tonnage zu begrenzen bedeutet, dass man zwei statt einen LKW, zwei Motoren statt eines einzigen und damit eine doppelt so hohe Umweltbelastung hat". (vr/jb)
Montblanc-Tunnel fordert neue Proteste heraus
Umweltgruppen legten stundenlang Verkehr lahm