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Mehrheit der Europäer verzichtet auf Satelliten-Navigation

05.06.2007 16:42 Uhr
Mehrheit der Europäer verzichtet auf Satelliten-Navigation
Viele Europäer verzichten auf Navigationsgeräte (Blaupunkt)
© Foto: Blaupunkt

Europäer finden ohne elektronischen Pfadfinder ihren Weg: EU-Kommission sieht dennoch Zustimmung für Galileo

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Brüssel/Belgien. Die große Mehrheit der Europäer findet ihren Weg ohne Satelliten-Navigation. Die meisten EU-Bürger wollen auch weiterhin auf einen elektronischen Pfadfinder verzichten, wie eine heute veröffentlichte europaweite Befragung von 25.664 Bürgern im Auftrag der EU-Kommission ergab. Die Brüsseler Behörde sieht dennoch Zustimmung zu ihrem Plan, mit mehreren Milliarden Euro aus Steuergeldern ein europäisches System von Navigationssatelliten ins All zu schießen. 68 Prozent der Europäer kennen die Navigationshilfe vom Himmel – ganz überwiegend das seit Jahren funktionierende amerikanische GPS-System. Vom geplanten EU-System Galileo hätten bisher nur 60 Prozent gehört, hieß es in der Umfrage. Die Begeisterung für die Technik hält sich in Grenzen: Nur 20 Prozent der befragten Europäer benutzen ein solches System, ganze 15 Prozent planen seine Anschaffung. In Deutschland besaßen immerhin 31 Prozent der Befragten ein Navigationsgerät, dort erwägen lediglich weitere 12 Prozent einen Kauf. Die Kommission wolle Galileo weiter vorantreiben und „das Äußerste aus unseren Investitionen herausholen“, erklärte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot. Weil die Industrie kein finanzielles Risiko eingehen wollte, waren die beteiligten Unternehmen ausgestiegen. Die von der Kommission bestellte Umfrage geht nicht auf diesen Umstand ein. Sie stellt lediglich die Frage, ob der Staat das Projekt mit zusätzlich 2,4 Milliarden Euro – „der Preis für 400 Kilometer Autobahn“ – verwirklichen soll. 63 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus. Die Kommission legte das Umfrageergebnis passend zum Treffen der EU-Verkehrsminister vor, die sich am Freitag in Luxemburg über das weitere Vorgehen bei Galileo einigen wollen. Die 25.664 Befragten äußerten sich Ende Mai, nach dem Ausstieg der Industrie aus dem Projekt. Üblicherweise vergehen zwischen den Interviews für die so genannten Eurobarometer-Umfragen der Kommission und einer Veröffentlichung der Ergebnisse mehrere Monate. (dpa)

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