Mit soviel Wachstum konnte das Konzernergebnis nicht ganz Schritt halten. Es fiel von 66,6 Millionen Euro im Jahr 2000 auf knapp 39 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Für das laufende erste Quartal hat das Unternehmen seine Aktionäre bereits vor weiter sinkenden Gewinnen gewarnt. Wohl um die Anleger milde zu stimmen kündigt das Unternehmen dennoch eine Dividendenerhöung um etwa 13 Prozent auf 43 Euro-Cent an. Ob das in der Situation betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und akquisitionsbedingtem Sonderaufwand (20,7 Millionen Euro) konnte um 72 Prozent auf 121,1 Millionen Euro gesteigert werden. Das vergleichbare Ergebnis des Vorjahres (bereinigt um Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen) betrug 70,4 Millionen Euro. Die operative Marge wurde um drei Prozentpunkte auf 20 Prozent erhöht. "Für die Software AG war 2001 trotz des schwierigen Marktumfeldes das erfolgreichste Geschäftsjahr in der über 30-jährigen Unternehmensgeschichte", erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende Erwin Königs anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts vor Journalisten in Frankfurt am Main. Das ausgewiesene Vorsteuerergebnis in Höhe von 70,3 Millionen Euro enthält im Geschäftsjahr 2001 Sonderaufwendungen in Höhe von 40,5 Millionen Euro für Restrukturierungskosten und Firmenwertabschreibung im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Vertriebspartners Saga zum 1. Februar 2001. Dem gegenüber profitierte das Vorjahresergebnis von Sondererlösen aus Beteiligungsverkäufen in Höhe von 49,7 Millionen Euro. Es betrug 112,9 Millionen Euro.
Mehr Dividende bei weniger Gewinn
Im Gesamtjahr 2001 ist der Umsatz der Software AG, akquisitionsbedingt um 41 Prozent auf 588,5 Millionen Euro angewachsen. Im Vorjahr waren es gut 416 Millionen Euro.