Essen. Damit bestätigten diese Informanten einen Bericht der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD). KarstadtQuelle-Sprecher Jörg Howe wies den Zeitungsbericht unterdessen als "reine Spekulation" zurück. Grund des Rückzugs könnte nach Ansicht von Insidern gegenüber der FTD sein, dass Großaktionärin Madeleine Schickedanz langfristig plant, den Konzern nach der Sanierung aufzuspalten. Die Einzelteile des Konzerns seien mehr wert als das Unternehmen insgesamt. Allein die Immobilien, von denen sich KarstadtQuelle trennen will, sollen deutlich mehr als drei Milliarden Euro einbringen. An der Börse wird KarstadtQuelle derzeit mit rund 3,2 Milliarden Euro bewertet. Thomas Middelhoff, der im Mai vergangenen Jahres den Vorstandsvorsitz bei KarstadtQuelle übernommen hatte, wird nach Einschätzung der zitierten Branchenkenner zumindest noch den Verkauf des Immobilienvermögens in diesem Jahr abwickeln. Anschließend werde er das Unternehmen möglicherweise verlassen.
Medienberichte: KarstadtQuelle vor Zerschlagung
Neue Spekulationen über die Zukunft des Handelsriesen KarstadtQuelle: Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus Branchenkreisen planen die Großaktionäre um die Quelle-Erbin Madelaine Schickedanz eine Komplettübernahme, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen und möglicherweise zu zerschlagen.