Für den Verkehrs- und Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet (SPD), muss für das deutsche Lkw-Transportgewerbe im Zusammenhang mit der geplanten Autobahn-Maut mehr an Kompensation herausspringen, als die angekündigte Reduzierung der Kfz-Steuer für schwere Lkw. Das machte Ebnet auf der Jahresmitgliederversammlung des Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (LV M-V), deutlich. Der Kfz-Steuernachlass sei bestenfalls ein "Tropfen auf dem heißen Stein, der ihn aber nicht zum Abkühlen bringt", so Ebnet gegenüber der VR. Für nicht akzeptabel hielt Ebnet, dass die Bundesländer für die vom Bund in Aussicht gestellte Kompensation allein aufkommen sollen. Auch, wenn die Maut ein Fakt sei und die Grundlage für Finanzierung des Anti-Stau-Programms darstelle, mache er sich gewisse Sorgen Über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Er erklärte: "Wir in Mecklenburg-Vorpommern liegen in Deutschland an der Peripherie. Wenn die Transportkosten verteuert werden, dann trifft uns das um so härter." LVM-V-Verbandspräsident Jürgen Hamke und BGL-Präsident Hermann Grewer äußerten in ihren Vorträgen die tiefe Enttäuschung über den Auftritt von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig Mitte Oktober in Berlin vor dem BLG. Dennoch dürfe der Gesprächsfaden zur Bundesregierung nicht durchtrennt werden, mahnte Grewer erneut. Er forderte zugleich die Solidarität der Unternehmer für den Fall an, da Berlin konkrete Entlastungsmaßnahmen für das deutsche Transportgewerbe schuldig bleibe. (vr/eha)
Mecklenburger Verkehrsgewerbe: Minister Ebnet warnt vor teuren Transportkosten
Der Kfz-Steuernachlass sei ein Tropfen auf den heißen Stein