Linstow. Das Transportgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern beurteilt die Möglichkeiten der inzwischen vollzogenen EU-Osterweiterung eher mit gemischten Gefühlen. So stellten zum Beispiel die gravierenden Unterschiede in der Lohnkostenstruktur einen erheblichen Nachteil für die deutschen Betriebe dar, meinte Jürgen Hamke, Präsident des Landesverband Verkehrsgewerbe Mecklenburg-Vorpommern (LV M-V), jetzt auf der Mitgliederversammlung seiner Organisation in Linstow (bei Rostock). Hamke: "Die Kostenvorteile beim Einsatz von Fahrzeugen zum Beispiel aus Ländern wie Polen, Tschechien und der Slowakai betragen bis zu 30 Prozent." Der Aufforderung, mit den Auftraggebern zu den neuen Produktionsplattformen in Mittel- und Osteuropa mitzugehen, könnten "bedauerlicherweise" (Hamke) ebenfalls nur die wenigsten Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern folgen. "Dafür sind unsere Betriebe einfach zu klein." Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD), Gastsprecher vor den rund 180 Teilnehmern der Veranstaltung, forderte die Transportunternehmer seines Landes dazu auf, die "geographische Nähe" des Landes, den "Kompetenzvorsprung", die im Vergleich zu Betrieben aus den alten Bundesländern ausgeprägteren "Mentalitätskenntnisse unserer Nachbarn im Osten" sowie Sprachfertigkeiten zu nutzen, um die Märkte im Osten zu erschließen. (eha)
Mecklenburger Transportgewerbe: Nur begrenzte Chancen im Osten
Vor allem drastisches Lohngefälle bereitet dem Verkehrsgewerbe Sorgen