Mecklenburg-Vorpommern: Häfen auf Wachstumskurs

20.06.2007 09:49 Uhr

Rostocker Hafenchef fordert bessere Infrastruktur für Ostseehäfen: Für 2007 Umschlagmenge in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 40 Millionen Tonnen angepeilt

Schwerin. Die elf Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern haben den Warenumschlag im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf rund 20 Millionen Tonnen gesteigert. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Hafenwirtschaft, Ulrich Bauermeister, führte den anhaltenden Aufschwung auf die gute Konjunktur und die neu entstandene Wirtschaftskraft im Hinterland der Ostseehäfen zurück. „Wir profitieren merklich von dem nun vollzogenen Strukturwandel in Ostdeutschland und Tschechien“, sagte Bauermeister am Dienstag in Schwerin. In dem von ihm geführten Rostocker Universalhafen werden mit mehr als 25 Millionen Tonnen im Jahr etwa zwei Drittel der Hafengüter in Mecklenburg-Vorpommern umgeschlagen. Danach folgen Sassnitz mit fünf Millionen, Wismar mit vier Millionen und Stralsund mit 1,4 Millionen Tonnen. Die anderen sieben Häfen im Land liegen deutlich darunter. Hält der Aufschwung im Warenhandel auf See an, ist laut Bauermeister in diesem Jahr erstmals mit einer Umschlagsmenge von mehr als 40 Millionen Tonnen an Mecklenburg-Vorpommerns Häfen zu rechnen. Prognosen zufolge seien bis zum Jahr 2020 etwa 60 Millionen bis 65 Millionen Tonnen Gesamtumschlag möglich. Um diese Mengen bewältigen zu können, hält Bauermeister weitere Investitionen in die Infrastruktur für erforderlich. In den Ausbau der Ostseehäfen seien seit 2002 rund 57 Millionen Euro geflossen. Eine ähnliche Summe sei noch einmal nötig, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Zudem müssten auch die Hinterlandanbindungen per Schiene und Straße weiter verbessert werden. „Ganz wichtig ist die Autobahn A 14 von Wismar bis nach Magdeburg, damit die Güter nicht mehr vor Berlin im Stau stehen“, betonte der Hafen-Geschäftsführer. Bauermeister verwies darauf, dass die Häfen des Landes nicht nur wichtige Güterschleusen seien, in denen pro Jahr ein Umsatz von 700 Millionen Euro erzielt werde. „Wie man an den Beispielen von Wismar und Rostock oder jetzt auch von Lubmin sieht, kann der Seezugang ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Industrieunternehmen sein.“ (dpa/sb)

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