München. Das von der Münchener Conti-Reederei-Gruppe angestrebte Engagement in der Massengutschifffahrt erweist sich als richtige Weichenstellung. Davon ist Geschäftsführungsmitglied Wolfgang Menzl überzeugt. Das 1970 gegründete Unternehmen, das sich bislang vor allem im Containermarkt engagierte, bekommt bis 2012 insgesamt 34 Bulker. Die Frachter wurden bereits vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise bestellt und werden auf insgesamt acht Werften in China gebaut. Das Gesamtinvestment liegt bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro). Trotz des seit Monaten unter Druck stehenden Marktes für Schiffsfinanzierungen in Deutschland sei es gelungen, für den Massengutfrachter „Conti Saphir“ (75.200 tdw)das benötigte Eigenkapital bei privaten Investoren einzuwerben. Dabei handelt es sich um einen Betrag von rund 13 Millionen Euro, die innerhalb von zwei Monaten generiert werden konnten. Der Baupreis für das Schiff liegt nach Angaben des Unternehmens bei 32 Millionen Euro. Aktuell wirbt die Conti-Gruppe das Eigenkapital für das Schwesterschiff „Conti Selenit“ ein. Der 225 Meter lange Großfrachter wird ab Mai diesen Jahres zur Verfügung stehen und für sieben Jahre – sowie einer Charterverlängerungs-Option von weiteren drei Jahren – an die südkoreanische Reederei Korea Line Corporation KLC verchartert. Das Unternehmen betreibt eine Flotte von 130 Bulkern. Conti-Chef Menzl zufolge ziehe der Bulker-Markt seit einigen Monaten langsam, aber beständig wieder an, als Folge der allmählichen Erholung der Weltwirtschaft. (eha)
Massengutschifffahrt: Conti-Gruppe wirbt erfolgreich um Privatkapital
In China gebauter Bulker „Conti Saphir“ für sieben Jahre nach Korea verchartert – Bis 2012 bekommt die Reederei insgesamt 34 Bulker