Paris/Istanbul. Die EU-Marinemission Atalanta hat vor der somalischen Küste ihren bislang größten Fang gemacht und innerhalb von drei Tagen 35 mutmaßliche Piraten festgenommen. Allein am Sonntag habe die französische Marine elf Verdächtige erwischt, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Die französische Fregatte "Nivôse" sei bei der Aktion von einem spanischen Marine-Flugzeug und einem italienischen Versorgungsschiff unterstützt worden. Sie hätten ein Piraten-Mutterschiff und zwei Schnellboote ausfindig gemacht und dabei Warnschüsse abgegeben, um die Männer an der Flucht zu hindern. An den vergangenen Tagen waren bei mehreren Einsätzen bereits 24 Verdächtige von insgesamt vier Mutterschiffen und sechs Schnellbooten festgenommen worden. An Bord der Schiffe fanden die Soldaten unter anderem Enterhaken, Benzinvorräte und einen Raketenwerfer. Die türkische Marine hat im Golf von Aden ebenfalls sieben mutmaßliche Piraten gefasst. Eine Spezialeinheit habe die Männer, bei denen auch ein Sturmgewehr G-3 gefunden wurde, in einem Boot gestoppt und gefangen genommen, berichteten türkische Medien am Sonntag. Die Männer hätten sich in einem für die Handelsschifffahrt eingerichteten Sicherheitskorridor bewegt. Die türkische Fregatte "Gemlik" ist im Golf von Aden im Einsatz, um Transporte des Welternährungsprogramms nach Somalia zu schützen und Piratenüberfälle abzuwehren. Die Küste vor Somalia ist wegen zahlreicher Piratenüberfälle berüchtigt. EU, NATO und mehrere außereuropäische Staaten haben Kriegsschiffe in die Region geschickt. (dpa)
Marine nimmt zahlreiche Piraten fest
Französische und türkische Marine stellen insgesamt 42 Piraten / Schwere Waffen an Bord der Piratenboote