Das abgelaufene Geschäftsjahr lief nicht so gut. Der Umsatzanstieg von 17 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2001 konnte den Absturz in die roten Zahlen nicht verhindern. Das operative Ergebnis fiel um 82 Prozent auf 64 Millionen Euro, das Konzernergebnis um 124 Prozent auf minus 36 Millionen Euro. Neben der Absatzschwäche hat das Ergebnis im Vergangenen Jahr unter den Bilanzfälschungen der britischen Tochter ERF gelitten. Die Zahlen lagen im Rahmen der Markterwartungen und auch der Ausblick erscheint realistisch. Der Vorstandsvorstizende Håkan Samuelson strebt einen operativen Gewinn von 100 Millionen Euro an. Der Vorstand rechnet mit einem prozentual zweistelligen Rückgang des Umsatzes. Das 2001 eingeleitete Kostensenkungsprogramm soll dies aber ausgleichen. Letzteres Kostet bis zum Jahresende rund 4400 von 36.000 Mitarbeitern den Job. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten rechnet Samuelson schon Mitte dieses Jahres mit einer Belebung der Nachfrage. Auf das Jahr gerechnet werde der westeuropäische Markt aber um zehn bis zwölf Prozent schrumpfen. Erst ab 2003 werden die Absatzzahlen wieder steigen.
MAN Nutzfahrzeuge will aus den roten Zahlen fahren
Trotz mieser Stimmung und anhaltender Branchenflaute will die Nutzfahrzeugsparte des Münchner Maschinen- und Anlagenbaukonzerns, MAN, im laufenden Jahr operativ (Ebit) Gewinne einfahren und beim Vorsteuerergebnis bei der schwarzen Null zum Stehen kommen.