MAN legt im 1. Quartal deutlich zu

25.04.2008 13:46 Uhr
Samuelsson
MAN-Chef Håkan Samuelsson verkündet positive Bilanz für das ersten Quartal 2008 (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Nutzfahrzeugkonzern steigert in den ersten drei Monaten dieses Jahres den Umsatz um 16 Prozent

München. MAN kann eine positive Bilanz für das erste Quartal 2008 ziehen: Der Umsatz des Münchner Konzerns ist um 16 Prozent von 3,3 Milliarden Euro auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen, wesentlich getragen durch die internationalen Nutzfahrzeug- und Dieselmotorenumsätze. Das hat das Unternehmen heute auf seiner Hauptversammlung in München bekannt gegeben. MAN konnte neue Aufträge mit einem Volumen von 5,2 Milliarden Euro im ersten Quartal akquirieren. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von acht Prozent. Im Nutzfahrzeuggeschäft habe sich der Auftrageingang auf dem Spitzenniveau des Vorjahres von 3,5 Milliarden Euro gehalten. MAN gibt an, dass sich das operative Ergebnis um 137 Millionen Euro auf 455 Millionen Euro steigerte – das entspricht einem Wachstum von 43 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von 305 Millionen Euro auf 453 Millionen Euro. Nach Steuern wuchs das Ergebnis von 228 Millionen Euro auf 322 Millionen Euro. Der Bereich Nutzfahrzeuge steigerte sich das operative Ergebnis laut Unternehmensangaben im 1. Quartal 2008 von 201 Millionen Euro auf 280 Millionen Euro. Grund seien die hohe Kapazitätsauslastung und die fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen gewesen. Das LKW-Geschäft habe eine Umsatzrendite von 12,3 Prozent (im Vergleich zu 9,9 Prozent im Vorjahreszeitraum) erzielt. Das Unternehmen blickt positiv in die Zukunft für das Gesamtjahr: Der Umsatz werde sich gegenüber dem Vorjahreswert von 15,5 Milliarden Euro um zehn Prozent steigern. MAN wolle zudem die Umsatzrendite im Gesamtjahr auf dem hohen Niveau der ersten drei Monate halten (11,9 Prozent). Der Konzern erhofft sich, dass das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2008 erneut spürbar zulegen werde. „Die Nachfrage nach unseren Produkten bewegt sich weiter auf hohen Niveau, und wir haben unser Ergebnis weiter kräftig gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert“, sagt der MAN-Vorstandvorsitzende Håkan Samuelsson. Im Nutzfahrzeugbereich ist die „weitere Internationalisierung und profitables Wachstum“ die „wichtigste Herausforderung“, „um eine führende Position in der immer globaler werdenden Branche zu erreichen“, so Samuelsson. Um dieses Ziel zu erreichen, habe das Unternehmen bereits einige Schritte in diese Richtung unternommen, wie etwa die Eröffnung des neuen LKW-Werks im polnischen Krakau und das geschlossene Joint Venture in Indien. „Bei der technischen Entwicklung der LKW sehen wir Potenzial vor allem bei einem effizienteren Antriebsstrang und verbesserte Aerodynamik“, konstatiert der MAN-Vorstandsvorsitzende. Hier bestehe die Möglichkeit, zehn Prozent CO2 einzusparen. Auch in „längeren LKW-Kombinationen mit größerem Ladevolumen“ sieht das Unternehmen Chancen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. VW- und MAN-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat auf Nachfrage klar deutlich gemacht, dass eine Zerschlagung des Konzerns nicht geplant sei: „Wie ich Ihnen bereits im Vorjahr schon gesagt habe, es steht keine Zerschlagung von MAN zur Debatte“. Auf die Frage, nach einer möglichen LKW-Allianz zwischen MAN, dem schwedischen Konkurrenten Scania und der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen, hielten sich Samuelsson und Piëch bedeckt. Gespräche über eine Zusammenarbeit liefen, sagte Piëch. Derzeit gebe es aber nichts Konkretes. Die möglichen Synergieeffekte einer solchen Allianz bezifferte Piëch auf Nachfrage von Aktionären auf fast eine Milliarde Euro. (szs)

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