Mailand/Italien. Eigentlich wollte die Bürgermeisterin von Mailand, Letizia Moratti, ab dem 1. Januar die Citymaut einführen. Doch ihre eigenen Koalitionspartner sind dagegen. Der Regionspräsident, Roberto Formigoni, und 32 Bürgermeister aus dem Mailänder Hinterland stoppten den Plan der ersten Maut für eine italienische Metropole. Die Straßengebühr sollte anfangs nur experimentell eingeführt werden von 7 bis 18 Uhr. Doch besonders die Transportunternehmen fanden offene Ohren für ihre Proteste gegen die geplanten Tarife nach fünf Umweltklassen. Gerade die Kleintransporter, welche die Geschäfte der Innenstadt beliefern, seien noch nicht mit Euro 3 und 4-Motoren ausgerüstet. Klar ist jetzt, dass die Stadt Mailand nicht im Alleingang die Maut einführen wird. Ein runder Tisch mit allen Beteiligten soll zu einem von allen geteilten Kompromiss führen. (rp)
Mailand: Vorerst keine Citymaut
Widerstand gegen erste Citymaut in Italien trägt Früchte: Mailand zieht Vorhaben zurück