Maersk Line investiert 2,4 Milliarden jährlich in Schiffe

14.10.2014 15:55 Uhr
Die neu in Auftrag gegebenen Schiffe haben alle Kapazitäten über 10.000 TEU

Die Gesamtkapazität der Bestellungen wird sich auf 425.000 TEU belaufen und zwischen 2017 und 2019 ausgeliefert werden.

Kopenhagen. Die dänische Reederei Maersk will nach eigener Aussage in den nächsten Jahren drei Milliarden US-Dollar (2,4 Milliarden Euro) pro Jahr in Schiffsneubauten investieren. Die Gesamtkapazität der Bestellungen wird sich auf 425.000 TEU belaufen und zwischen 2017 und 2019 ausgeliefert werden, berichtet das amerikanische Journal of Commerce. Keines der Containerschiffe soll eine Kapazität unter 10.000 TEU besitzen. Inbegriffen sind auch Umbauten und Container. „Die hohe Investitionssumme muss im Kontext mit dem erwirtschafteten Cash Flow von 2,9 Milliarden Euro in 2013 gesehen werden. Wir erwarten ein ähnliches Ergebnis in 2014“, sagte der Geschäftsführer von Maersk Line Søren Skou zu Analysten und Reportern auf dem jährlichen Capital Markets Day der weltweit größten Reederei.

Laut Skou will Maersk Line mit dem Markt wachsen und seine Wettbewerber übertreffen. Als mittelfristiges Ziel will das Management eine Kapitalrendite von 8,5 Prozent erwirtschaften und die Einnahmen erhöhen. „Die momentane Angebots-Nachfrage-Lücke wird voraussichtlich bis weit ins nächste Jahr hineinreichen. Langfristig erwarten wir weiterhin fallende Frachtraten. Die durchschnittliche Frachtrate unseres Unternehmens fiel um 2,1 Prozent pro Jahr seit 2004.“

Schwieriges Geschäft im Ost-West-Verkehr

Skou führte aus, warum der Ost-West-Containerhandel so schwierig ist: Als Gründe nennt der Maersk-Manager das bescheidenen langfristige Wachstum, den Eintritt einer hohen Anzahl großer Containerschiffe, die Bildung von Allianzen, den leichten Zugang zu Terminals, die starke Position von Frachtspediteuren und die begrenzten Möglichkeiten zwischen Produkten und Dienstleistungen zu differenzieren.

Er ging nicht weiter auf die Vereinbarung mit der weltweit zweitgrößten Reederei Mediterranean Shipping Co (MSC) zur gemeinsamen Nutzung von Schiffen ein. Die 2M-Allianz soll aber in den nächsten zehn Jahren rund 280 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Die französische Agentur Alphaliner prognostizierte vor Kurzem, dass MSC bis 2016 Maersk an Bestellungen überbieten wird. Maersk dominiert den Asien-Europa-Handel mit 20 Prozent Anteil. Weltweit besitzt die dänische Reederei einen Anteil von 15 Prozent am Transport von Handelsgütern. Nur vier der 15 größten Containerreedereien haben aufgrund der Überkapazität im Markt einen Gewinn im ersten Halbjahr 2014 erwirtschaftet – Maersk führt dabei die Spitze an. (rup)

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