Frankfurt/Main. Die Lufthansa stemmt sich weiterhin gegen ein Nachtflugverbot an ihrem wichtigsten Drehkreuz Frankfurt. Nächtliche Verbindungen seien für die logistische Anbindung der deutschen Volkswirtschaft unverzichtbar, erklärte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber am Donnerstag in Frankfurt. Die Verquickung des Nachtflugverbots mit der neuen vierten Bahn des Flughafens sei nicht angemessen, denn schließlich benötige man die neue Bahn für den Nachtbetrieb überhaupt nicht. Die Lufthansa wolle sich auch nach dem Ausbau genauso auf dem Flughafen bewegen können wie zuvor, erklärte Mayrhuber. Man werde zudem modernere und leisere Flugzeuge einsetzen. Den Interessen der Anwohner stünden die Interessen zahlreicher Beschäftigter am Flughafen und etlicher exportorientierter Unternehmen entgegen. Der hessische Planfeststellungsbeschluss sieht nach Fertigstellung der vierten Bahn höchstens 17 Nachtflüge vor. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Genehmigung dieser Zahl infrage gestellt. Die Lufthansa hat bis zum Jahr 2020 einen Bedarf von 23 Nachtflügen angemeldet. (dpa)
Lufthansa weiter gegen Nachtflugverbot in Frankfurt
Nachtflüge für logistische Anbindung der deutschen Volkswirtschaft unverzichtbar / Mayrhuber will modernere und leisere Flugzeuge einsetzen