Wien. Nach anfänglichem Widerstand ist die Lufthansa nach österreichischen Medienberichten nun favorisierter Partner der angeschlagenen österreichischen Fluglinie Austrian (AUA). Wirtschaftsberater hätten nach wochenlanger Prüfung der AUA- Zukunftsperspektiven dem Vorstand und dem Aufsichtsrat klar zu einem Verkauf an die Deutschen geraten, berichtete die Wiener Tageszeitung "Die Presse" unter Berufung auf Konzernkreise am Freitag. Einzig die russische Aeroflot sei für die Experten noch eine Alternative. Die Kooperation mit den Deutschen bringe jedoch Vorteile durch der Mitgliedschaft beider Unternehmen in dem Flugbündnis "Star Alliance". Außerdem gebe es im Deutschlandverkehr bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Lufthansa, die zerbrechen würde, wenn sich die AUA einem anderen Partner zuwende. Die AUA rechnet in diesem Jahr mit Verlusten zwischen 70 und 90 Millionen Euro. Nach dem Scheitern einer angestrebten Kooperation mit dem saudi-arabischen Milliardär Mohammed al Jaber ist sie nun offiziell auf Partnersuche. Politik und Unternehmen hatten sich in der Vergangenheit kritisch über einen Verkauf an die Lufthansa geäußert. Die Deutschen hatten dagegen immer wieder Interesse an der AUA bekundet, wollten aber auf ein Signal aus Österreich warten. (dpa)
Lufthansa-Deal mit angeschlagener Austrian Airlines rückt näher
Wirtschaftsberater sollen Vorstand und Aufsichtsrat klar zu einem Verkauf an die Deutschen geraten haben