Der Lufthansa-Konzern will an Frankfurt/Main als zentraler Verkehrsdrehscheibe für den internationalen Luftverkehr und als tragende Säule innerhalb der eigenen Organisationsstruktur in festhalten. Das gelte auch - und gerade - vor dem Hintergrund eines möglichen Nachtflugverbotes seitens der Fraport AG, bekräftigte Jean-Peter Jansen, Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa Cargo AG, in Mainz auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens. "Der Erhalt dieses Hubs hat für uns die höchste Priorität", präzisierte Jansen. Das wettbewerbsfähigste Netz, auf das sich eine Airline abstützen könne, bestehe in der Kombination aus reinen Fracht- und Passagekapazitäten. Große Erwartungen verbindet LH Cargo mit der bereits im vergangenen Jahr gegründeten Luftfracht-Allianz "New Global Cargo", an der als weitere Partner die SAS Cargo und die Singapore Airlines mitwirken. Das zentrale Ziel sei, "gemeinsam das führende Luftfracht-Logistik-System" aufzubauen. Ob weitere Partner dazustoßen werden, wollte Jansen nicht ausschließen. Allerdings werde dies nach sehr gründlicher Prüfung erfolgen. "Erster großen Meilenstein" dieses Bündnisses sei die für das zweite Halbjahr geplante Einführung eines gemeinsamen Express-Produktes. Für 2000 weist LH Cargo das bislang beste Ergebnis seit Gründung der AG aus. Der Umsatz lag mit 2,564 Milliarden Euro um 23,2 Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit betrug 227,5 Millionen Euro, ein Plus von 173,1 Millionen Euro. Für 2001 rechnet der Konzern mit einem weiteren Wachstum, das allerdings nicht so stark ausfallen werde wie das 2000er Ergebnis. Die Investitionen sollen sich auf 150 - 180 Millionen Euro belaufen (348 Millionen Euro). (vr/eha)
Lufthansa Cargo: Keine Alternative zu Frankfurt
2000 bestes Ergebnis in der Luftfracht seit Gründung der AG