Karlstein/München. Der insolvente Logistikdienstleister ComBase aus Unterfranken wird nach 23 Jahren im Geschäft nun wohl im Herbst vom Markt verschwinden. „Ich denke nicht, dass es unter dem Namen ComBase noch weitergehen wird“, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters der ComBase-Gruppe am Freitag in München. Da wegen fehlender Planungssicherheit kein Investor für den Geschäftsbereich Reparaturservice gefunden werden konnte, sollen die verbleibenden etwa 420 Mitarbeiter noch im Juli entlassen werden. ComBase mit Sitz in Karlstein am Main (Landkreis Aschaffenburg) hatte Ende März Insolvenzantrag gestellt. Die Produktion laufe zunächst weiter, bis es keine Aufträge mehr gebe - wahrscheinlich sei dies im Herbst der Fall, sagte der Sprecher. Danach werde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Derzeit werde versucht, möglichst doch noch einen Teil des Geschäftsbereiches zu verkaufen und damit möglicherweise 50 Stellen zu retten. Das Amtsgericht Aschaffenburg hatte am 1. Juli für das Unternehmen das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet. Zugleich waren etwa 250 ComBase-Mitarbeiter zur Bertelsmann-Tochter Arvato gewechselt. 130 weitere Beschäftigte hätten ihre Kündigung erhalten. Die Gruppe mit bisher gut 800 Mitarbeitern bietet nach eigenen Angaben weltweit Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Service und Kundenbetreuung für elektronische Produkte an. Arvato hat den Angaben zufolge einem Teil der Beschäftigten einen Job angeboten. Zusätzlich werde Arvato auch die meisten Auszubildenden übernehmen. (dpa/pi)
Logistik-Firma ComBase steht vor dem Aus
Insolventer Logistikdienstleister will 420 verbleibende Mitarbeiter entlassen