München. Verdi Bayern startet eine Unterschriftenaktion gegen die LKW-Parkplatznot auf Autobahnen. Die Aktion soll ab sofort in den Betrieben der Branche und auch im Oktober anlässlich des ITF-Tages (Internationalen Transportarbeiter Föderation) vor Ort auf den Park- und Rastanlagen in Bayern stattfinden, teilte Verdi heute mit. "Was Fahrer von LKWs täglich bei der Parkplatzsuche an deutschen Autobahnen erdulden müssen, passt nicht zum Bild vom Transitland Nummer Eins in Europa", sagte Hans-Peter Konrad vom Fachbereich Logistik bei Verdi Bayern. Die Parkplatznot der Fahrer von LKW sei seit langem bekannt, aber von Seiten der Bundesregierung werde noch viel zu wenig unternommen. Trotz der vorhandenen LKW-Parkplätze komme es durch den erheblichen Anstieg des Straßengüterverkehrs auf den Autobahnen in den Abend- und Nachtstunden zu erheblichen Engpässen. "Die Fahrer müssen jeden Abend auf überfüllten Parkplätzen sich auch auf die Seitenstreifen, teilweise bis auf die Autobahn hinaus, stellen, um die Ruhezeiten einhalten zu können", so Konrad weiter. Von einer Regenerierung der Fahrer könne so natürlich keine Rede sein, darin stecke ein großes Gefahrenpotenzial. Angesichts eines wachsenden Güterverkehrsaufkommens müsste schnell etwas in Sachen Parkplatzschaffung getan werden. Nach Schätzungen von Experten würden noch bis zu 30.000 zusätzliche LKW-Parkplätze an den Autobahnen benötigt. Verdi fordert schon seit langer Zeit eine Verbesserung und den Ausbau der Park- und Rastanlagen für das LKW-Fahrpersonal. Die Anlagen müssen auch so beschaffen sein, dass das Fahrpersonal vor Raub, Überfällen und anderen kriminellen Übergriffen sicher sein kann. (stb)
LKW-Parkplatznot auf Autobahnen: Verdi startet Unterschriftenaktion
Verbesserung und Ausbau der Park- und Rastanlagen für das LKW-Fahrpersonal gefordert