Berlin. Zur Diskussion um die neue Konzernstruktur der Deutschen Bahn AG, die am Mittwoch im Rahmen der Sitzung des DB-Aufsichtsrats bekannt wurde, hat nun auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Klaus Lippold Stellung genommen. Nach Lippolds Ansicht sei „die Re-Zentralisierung des DB-Konzerns durch die jetzt beschlossene Umstrukturierung ist nicht akzeptabel“. Lippold: Ich fordere Bundesverkehrsminister Stolpe auf, seiner bahnpolitischen Verantwortung gerecht zu werden und diesen falschen Schritt umgehend zu korrigieren.“ Die neue Konzernstruktur konterkariere die Bahnreform. „Es war nicht die Intention, die frühere ‚Bundesbahn’ durch einen Monopolriesen DB AG zu ersetzen. Ziel war und ist im Gegenteil ein dezentralisiertes, sich dem Wettbewerb stellendes Unternehmen“, so Lippold in seiner Erklärung. Die Union bestehe darauf, dass die Ziele der Bahnreform umgesetzt werden. Die Weichen für mehr Wettbewerb auf der Schiene müssten endlich gestellt werden. Deshalb bleibe auch die Trennung von Netz und Betrieb ein wichtiges Thema auf der bahnpolitischen Tagesordnung. (tbu)
Lippold: Stolpe soll Mehdorns Pläne korrigieren
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion übt scharfe Kritik an der neuen Konzernstruktur der Deutschen Bahn AG.