Bis zu 20 Stunden waren Lastwagenfahrer am Steuer unterwegs, die der rheinland-pfälzischen Polizei bei Sonderkontrollen auffielen. Erlaubt seien aber nur neun Stunden Lenkzeit pro Tag und zwei Mal in der Woche auch zehn Stunden, berichtete Innenminister Walter Zuber (SPD) am vergangenen Freitag in Mainz. Polizisten haben laut Zuger im vergangenen Jahr insgesamt 67.400 Lastwagen kontrolliert und stellten dabei fast 3500 Verstöße gegen Vorschriften fest. Häufiger als 1700 Mal hätten Lkw-Fahrer die zulässige Fahrzeit überschritten. Auch bei rund 4200 Überprüfungen von Reisebussen seien 500 Fälle festgestellt worden, in denen die Fahrer sich nicht an die vorgeschriebenen Höchstfahrzeiten gehalten hätten. Der Minister wies darauf hin, dass Müdigkeit am Steuer häufig die Ursache für Unfälle von Lastwagen und Bussen sei. Wenn die Fahrer ohne Schlaf- und Ruhezeiten arbeiteten, gefährdeten sie nicht nur sich selbst, auch andere Verkehrsteilnehmer würden bedroht. Wenn Unternehmer an den Verstößen Mitschuld trügen, sollten auch sie zur Verantwortung gezogen werden, forderte Zuber. Die Sicherheit dürfe nicht wegen des Wettbewerbs hinten anstehen. Der Minister betonte, die Kontrollen von Lastwagen und Bussen würden in diesem Jahr noch verstärkt. (dpa/vr)
Lenkzeiten überschritten
Rheinland-Pfalz will die Kontrollen verschärfen