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Lastwagenreifen für 430.000 Euro gestohlen

Insgesamt soll der Spediteur seit April 2009 mindestens 49 Mal zugeschlagen haben
© Foto: dapd/Annette Zöpf

Bei einer Serie von Einbrüchen bei Reifenhändlern soll ein tschechischer Spediteur Reifen im Wert von 430.000 Euro gestohlen und in seiner Heimat verkauft haben


Datum:
03.02.2011
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Regensburg. Ein tschechischer Spediteur soll in großem Stil in mehreren Bundesländern Reifen im Wert von insgesamt mehr als 430.000 Euro gestohlen haben. Außer in Bayern habe der 44-Jährige auch noch in Thüringen, Sachsen und in Brandenburg Lastwagenreifen bei Einbrüchen mitgenommen, sagte ein Sprecher des Regensburger Polizeipräsidiums am Donnerstag. Der Mann habe meist die Lager von Händlern leergeräumt. In einzelnen Fällen montierte der Spediteur nach Angaben der Ermittler auch von abgestellten Lastern die Reifen ab und ließ die tonnenschweren Fahrzeuge aufgebockt auf Holzblöcken zurück.

Der Mann wurde nach einem erneuten Beutezug bereits im November 2010 im unterfränkischen Dettelbach von Spezialkräften der Polizei gefasst und sitzt nun in Deutschland in Untersuchungshaft. Insgesamt soll er seit April 2009 mindestens 49 Mal zugeschlagen haben, zudem gebe es mehrere versuchte Einbrüche. In seiner Heimat soll der aus Nordböhmen stammende Mann die Reifen dann verkauft haben.

Für den Transport soll er auch die Laster seiner mittlerweile insolventen Spedition verwendet haben. Damit der Mann an der Grenze nicht auffiel, soll seine 43 Jahre alte Ehefrau ihm manipulierte Lieferscheine mitgegeben haben. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der Mann weitere Komplizen hatte. Anders seien Diebstähle von mehr als 100 Reifen in einer einzigen Nacht nicht erklärbar, betonte der Polizeisprecher. Schließlich wiege ein einzelner Lastwagenreifen etwa 50 Kilogramm.

Die Ermittlungen wurden zentral von dem für Grenzkriminalität zuständigen Kommissariat in Furth in Wald (Landkreis Cham) geführt. Dort hatte es Mitte 2009 die ersten bayerischen Fälle gegeben. Die erste Tat aus der Serie wurde zuvor schon in Zwickau registriert. Hier wurde bei einem Reifendienst Ware im Wert von 30.000 Euro gestohlen.

Schwerpunktmäßig soll der 44-Jährige dann in den grenznahen Gebieten in Niederbayern, der Oberpfalz und in Oberfranken sowie in Mittelfranken aktiv gewesen sein. Insgesamt gab es in Bayern 37 Fälle. In Thüringen wurden zudem sechs Fälle gezählt, in Sachsen fünf und in Brandenburg einer. Tatorte waren beispielsweise auch Gotha, Kulmbach und Straubing.

Der 44-Jährige hatte nach der Festnahme nur einzelne Taten zugegeben. Durch die Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei habe die Beweiskette für die Einbruchsserie jedoch geschlossen werden können, berichteten die Ermittler. (dpa)

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