Die französische Post will den lukrativen US-Briefmarkt den deutschen, holländischen und britischen Konkurrenten nicht allein überlassen. Sie hat deshalb einen 40prozentigen Anteil am Kapital des amerikanischen Anbieters Brokers Worldwide übernommen und will diesen bis 2002 auf 80 Prozent ausbauen. Brokers ist auf den internationalen Briefversand von Großkunden spezialisiert und besorgt außer der Abholung auch die Frankierung, Kuvertierung, Adressenverwaltung und die Sortierung. Der letzte Jahresumsatz lag bei 113 Millionen Mark. An dem Gesamtmarkt im Wert von 5,4 Milliarden Mark hält die amerikanische Post 80 Prozent, erklärt der bei La Poste für den Briefbereich verantwortliche Bernard Bonneton; die restlichen 20 Prozent teilten sich die europäischen Anbieter, und hiervon entfielen auf die Franzosen zur Zeit erst knapp 5 Prozent. Durch den Einstieg bei Brokers erhöhe sich ihr Umsatz aus der internationalen Briefbeförderung um 113 auf 158 Millionen Mark. La Poste hat ferner mit der italienischen Post ein Joint-Venture im Bereich der Verarbeitung und des Druckens von Dokumenten vereinbart. Die gemeinsame Firma werde einen Umsatz von 98,5 Millionen Mark haben, hieß es in Paris.
La Poste will europäischen Mitbewerbern in USA Paroli bieten
Französische Post steigt bei Brokers Worldwide ein und schließt Joint Venture mit italienischer Post