Paris. Von seinem ehrgeizigen Ziel, bis 2010 zum „besten Postoperateur“ in Europa zu werden, ist der französische Staatsbetrieb La Poste noch weit entfernt. Die Nettogewinnmarge lag Ende des 2004 bei dem Postdienstleis-tungsunternehmens bei zwei Prozent – immer noch zwei bis drei Prozentpunkte weniger als etwa bei der Deutschen Post AG oder TNT. Sie soll in diesem Jahr drei Prozent erreichen, wie La-Poste-Vorstand Jean-Paul Bailly bei der Vorlage der Jahresergebnisse des vergangenen Jahres sagte. Bei einem Umsatzplus von 3,7 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro erhöhte sich das Betriebsergebnis 2004 um 69 Prozent auf 523 Millionen Euro. Die Betriebsmarge kletterte von 1,7 Prozent auf 2,8 Prozent, der Nettogewinn um 85 Prozent auf 374 Millionen. Im Briefverkehr erzielte La Poste bei weiter sinkendem Volumen ein Umsatzplus von 2,6 Prozent. Das Briefgeschäft stellte 58 Prozent vom Gesamtumsatz dar. Der Paketsektor (13 Prozent Anteil) legte um 8,8 Prozent zu und profitierte von den Auslandstöchtern in England, Benelux und Deutschland. Mit Finanz-Serviceleistungen kam La Post auf 4,3 Milliarden Euro (plus 3,5 Prozent). Der international erzielte Umsatzanteil verbesserte sich von 12,7 Prozent auf 14,1 Prozent. (jb)
La Poste steigert 2004 Umsatz und Gewinn
Französische Post läuft der EU-Konkurrenz dennoch hinterher