Im Erzgebirge können die Autofahrer von heute an zwei neue Verkehrswege nutzen. Am Mittag wird die Anschlussstelle Zwickau-West der Autobahn 72 freigegeben, am Nachmittag die Staatsstraße 255 in Aue. „Mit den neuen Verbindungen wird die Infrastruktur in Westsachsen leistungsfähiger. Das wird den Menschen hier, der Wirtschaft und dem Tourismus zugute kommen“, sagte Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) am Sonntag. Mit der S 255 würden zudem Alberoda, Bad Schlema, Hartenstein, Raum, Thierfeld, Lößnitz, Gablenz und Mitteldorf vom Durchgangsverkehr entlastet. (dpa/tz) Durchgängig befahrbar - Die Autobahn Dresden-Dresden soll zu Jahresbeginn durchgehend von der sächsischen Landeshauptstadt bis Usti nad Labem (Aussig) befahrbar sein. Kurz vor Weihnachten werde ein 23,4 Kilometer langes Stück von der nordböhmischen Stadt bis zur Landesgrenze freigegeben, sagte ein Sprecher des Projektleiters RSD gestern in Prag: „Es sollte kein Problem sein, diesen Termin auch in Sachsen einzuhalten.“ Die Arbeiten auf einer 17 Kilometer langen Trasse durch ein böhmisches Naturschutzgebiet könnten wohl 2007 beginnen. Durchgehend ist die Autobahn wahrscheinlich 2010 befahrbar. (dpa) LKW-Maut - Die Einnahmen durch die LKW-Maut sind weiter angestiegen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf Zahlen des Verkehrsministeriums berichtet, haben sich die Einnahmen von Januar bis September auf 2,27 Milliarden Euro erhöht. Das entspreche einer Steigerung von mehr als sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 2,13 Milliarden in die Kassen flossen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte dem Magazin: „Das LKW-Mautsystem hat sich voll bewährt. Es arbeitet nun seit gut zwei Jahren reibungslos und ohne technische Probleme.“ Mit den Einnahmen seien auch die Exportchancen gestiegen: „Das deutsche LKW-Maut-System gilt mittlerweile als international vorbildlich und stößt auf großes Interesse.“ (dpa) Sachsen-Anhalt - Nach dem intensiven Ausbau des Straßennetzes in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung setzt die Landesregierung künftig verstärkt auf den Erhalt bestehender Trassen. „Neubauprojekte wird es weiter geben, sie werden aber in Zukunft weniger im Blickpunkt stehen“, sagte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) der dpa in Magdeburg. So seien für die Sanierung und Reparatur von Bundesstraßen und Autobahnen in diesem Jahr 37,3 Millionen Euro veranschlagt. 2007 solle diese Summe bei 55,6 Millionen Euro liegen. (dpa/tz) Wirtschaft Dreierbündnis - Im Übernahmepoker um den schwedischen LKW-Herstellers Scania durch MAN plädiert die IG Metall für ein Dreierbündnis unter Beteiligung von Volkswagen. LKW-Bauer brauchten heute eine gewisse Mindestgröße, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, sagte Bezirksleiter Hartmut Meine der „Berliner Zeitung“. Dabei müssten auch keine Jobs in Gefahr geraten, sondern könnten durch die Neuaufstellung von MAN in Deutschland sogar abgesichert werden. Meine hob zudem die Vorzüge für den VW-Konzern hervor: „Durch die Allianz wird die Möglichkeit geschaffen, den Kunden vom Kleinwagen Fox bis zum Schwerlaster alles aus einer Hand anzubieten.“ Vor allem Geschäftskunden verlangten danach immer mehr. (dpa/tz) TUI - Der TUI-Konzern führt nach eigenen Angaben weder mit der Stadt Hamburg noch mit dem Land Niedersachsen Verhandlungen über eine Beteiligung an dem Unternehmen. Das teilte der Reise- und Schifffahrtskonzern am Freitag in Hannover mit. „Solche Verhandlungen sind auch nicht beabsichtigt“, hieß es in der Mitteilung weiter. Im Rahmen regelmäßiger Gespräche habe der TUI-Vorstand vor einigen Wochen einmalig allerdings beide Länder über die aktuelle Situation informiert. Medien hatten berichtet, dass TUI-Vorstandschef Michael Frenzel beim Hamburger Senat um eine Zehn-Prozent-Beteiligung als Schutz gegen eine feindliche Übernahme und Zerschlagung des Konzerns nachgesucht habe. (dpa) Unternehmen Managementfehler - DaimlerChrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche hat wenige Tage vor der Vorlage der Quartalszahlen Fehler beim Management der US-Tochter Chrysler eingeräumt. „Das Tempo war nicht hoch genug, und das ist eine Enttäuschung, ganz klar“, sagte Zetsche der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit Blick auf den Umbau des bei Detroit ansässigen Autoherstellers in den vergangenen Jahren. (dpa/tz) Deutsche Post - Die Kunden der Deutschen Post werden im nächsten Jahr für Inlandsbriefe kein höheres Porto bezahlen müssen. Bei den nationalen Briefpreisen plane die Post für 2007 keine Anhebung, sagte ein Post-Sprecher heute in Bonn. Da es aber auf Grund des Berechnungsverfahrens für die Preise einen Spielraum nach oben gebe, plane die Post einzelne Erhöhungen bei internationalen Sendungen. Ein entsprechender Antrag sei bei der Bundesnetzagentur eingereicht worden. Insgesamt könne die Post theoretisch ihre Briefpreise ab Anfang 2007 um 0,2 Prozent anheben. Sie werde diesen Spielraum aber nicht ganz ausschöpfen, sagte der Sprecher. (dpa/tz) Verlust - Der schwer angeschlagene US-Autokonzern Ford hat im dritten Quartal 2006 einen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) verbucht. Der Grund war ein riesiges Minus in Nordamerika sowie bei den Marken Jaguar und Land Rover. Dagegen entwickelt sich das Europa-Geschäft besser, wie der zweitgrößte amerikanische Autokonzern heute bekanntgab. Der Umsatz schrumpfte auf 36,7 Milliarden Dollar – das waren 4,1 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten summierte sich der Verlust auf 7,2 Milliarden Dollar gegenüber einem Gewinn von 1,87 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Im dritten Quartal 2005 hatte Ford rote Zahlen von 284 Millionen Dollar geschrieben. (dpa/tz)
Kurz vermeldet: 23. Oktober 2006
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