Wirtschaft
Export - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hebt seine Prognose für das Wachstum der deutschen Ausfuhren kräftig an. Dies geht aus dem jüngsten Außenwirtschafts-Report hervor, der der "Welt am Sonntag" vorliegt. Für das laufende Jahr sei ein Exportwachstum von acht Prozent wahrscheinlich, sagt BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. Bisher waren die Experten des Spitzenverbands von einer Zuwachsrate von rund vier Prozent ausgegangen. Die internationale Nachfrage nach made in Germany könne Deutschland aus der Krise ziehen, folgert Schnappauf. Insbesondere die Erwartungen der Chemie- und Elektroindustrie seien weiterhin positiv. (dpa)
Warnung - Die deutschen Reeder befürchten einen Rückzug der Banken aus dem Schiffsgeschäft. „Wir beobachten sehr genau, ob die Banken nicht der Versuchung erliegen, ihr Kapital rauszuziehen, sobald die Schiffswerte wieder steigen", sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Ralf Nagel, der „Wirtschaftswoche". Auf dem maritimen Gipfel der Bundesregierung am 5. Juli fordert er von den Banken eine klare Auskunft, ob sie sich zum Schifffahrtsstandort Deutschland bekennen. „Für uns ist von strategischer Bedeutung: Wer steigt ins Schiffsfinanzierungsgeschäft in Deutschland ein?", sagte Nagel. Die Chinesen seien schon unterwegs. „Wenn sie in der Schiffsfinanzierung stärker werden, wächst auch ihr Einfluss auf die Entscheidung, wo etwas produziert wird, wo ein Schiff gebaut wird", meinte Nagel. (dpa)
Unternehmen
Expansion - Kühne + Nagel hat sein neues Logistikzentrum in Langweid-Foret bei Augsburg offiziell eingeweiht und bezogen. Die Anlage verfügt laut Mitteilung über eine Lagerfläche von 6.600 Quadratmeter und bietet Büroräume für 50 Mitarbeiter. Der Logistikdienstleister konzentriert sich am Standort auf Oberflächenverkehre (Stückgut / Teil- und Komplettladung) zwischen Europa und den Maghrebstaaten Algerien, Marokko und Tunesien sowie Transportrelationen von und nach Malta. Jährlich würden rund 4.000 LKW-Ladungen abgewickelt. (tk)