Politik Stuttgart 21 - Das Land Baden-Württemberg prüft nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ eine direkte Mitfinanzierung der Kosten des Bundes für das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Das neue Finanzierungsmodell soll in die Verhandlungen im Oktober über die beiden Milliardenprojekte eingebracht werden, schreibt die Zeitung am Montag. Sie beruft sich dabei auf Informationen aus dem Umfeld der Landesregierung. (dpa/tz) Grenzöffnung - Die EU-Kommission arbeitet mit einem neuen Zeitplan für die Erweiterung der Schengenzone. Experten der Mitgliedstaaten hätten die Planung in der vergangenen Woche korrigiert, bestätigte ein Kommissionssprecher heute in Brüssel. Als Grund nannte er technische Probleme mit der zentralen Datenbank. Damit steht fest, dass die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Polen sowie Tschechien nicht wie bisher vorgesehen im Herbst 2007 aufgehoben werden können. (dpa/sb) Unternehmen Neueröffnung - Der deutsche Logistik-Dienstleister Fiege hat in der schlesischen Stadt Dabrowa Gornicza ein neues Vertriebs- und Logistikzentrum eröffnet, schreibt die Fachzeitschrift für die Industrie „Nowy Przemysl“. Das Zentrum liegt auf einer Gesamtfläche von 28 Hektar. Die Lagerfläche hat ein Volumen von 30.000 Quadratmetern. Es verfügt unter anderem über eine Bahnrampe und einen Wendeplatz für LKW und soll Firmen in Ostmitteleuropa bedienen. Das deutsche Unternehmen hat sich für Schlesien als Standort entschieden, weil diese Region zu denjenigen gehört, die über die meisten Industrieansiedlungen verfügen. „Diese Region lockt immer mehr Investoren an“, sagte der Sprecher von Fiege, Bartosz Kuta. Darüber hinaus gibt es dort eine gute Infrastruktur. Die Bahn- und Straßennetze verbänden Deutschland, Tschechien und Polen. Das neue Zentrum ist das fünfgrößte in Polen, das Fiege errichtet hat. (bec) Fachkundeprüfung - Im Jahr 2005 registrierte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 9732 Bewerber um die IHK-Fachkundeprüfung Straßenverkehr. An der Prüfung zum Nachweis der fachlichen Eignung Güterkraftverkehr nahmen 4371 Frauen und Männer teil. Das waren 506 Prüfungsteilnehmer weniger gegenüber dem Vorjahr. Die Prüfung bestanden 56 Prozent der Prüfungsteilnehmer. (sb) Luftfracht - Die Lufthansa hat die Passagierzahl im August trotz der Turbulenzen im Luftverkehr wegen der vereitelten Terroranschläge auf US-Flugzeuge kräftig gesteigert. Die Zahl der Fluggäste stieg im Jahresvergleich vor allem dank einer hohen Nachfrage nach Europa-Strecken um 3,5 Prozent auf 4,7 Millionen, wie die Lufthansa am Montag in Frankfurt mitteilte. Innerhalb Europas beförderte das Unternehmen 3,6 Millionen Passagiere und damit 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei der Fracht gab es ein Plus von 6,5 Prozent auf 146.000 Tonnen. (dpa/tz) Verkehr Ost-West-Anbindung - Das südliche Mittelfranken soll mit einer neuen Bundesstraße an die Autobahn A 9 Nürnberg-München angebunden werden. Der Bund hat nach Angaben von Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) jetzt grünes Licht für eine Umweltverträglichkeitsstudie für die neue Bundesstraße 131 von der A 9 nach Gunzenhausen gegeben. Die Ermittlung eines Trassenkorridors sei ein erster konkreter Schritt für die dringend notwendige Ost- West-Verbindung im Süden Mittelfrankens, sagte Beckstein. (dpa/sb) Führerschein - Wer seinen Führerschein in einem anderen EU-Staat erwirbt, um den so genannten Idiotentest in Deutschland zu umgehen, muss künftig um die Anerkennung der Fahrerlaubnis fürchten. In Fällen eines rechtsmissbräuchlichen Erwerbs der Fahrerlaubnis in einem anderen EU-Staat, beispielsweise nach Verlust des Führerscheins wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, könnten deutsche Behörden zusätzlich den Eignungsnachweis nach deutschem Recht verlangen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschieden (Az.: 1 M 46/06). In jedem Fall sei eine Einzelfallprüfung durch die Behörden erforderlich, hieß es dazu heute. (dpa/tz) Wirtschaft Spritpreise - Die Benzinpreise in Deutschland sind innerhalb eines Monats um mehr als 15 Cent je Liter gefallen und nähern sich dem tiefsten Stand des Jahres. Für einen Liter Superbenzin mussten die Autofahrer im bundesweiten Durchschnitt am Montag 1,25 Euro bezahlen, wie Marktführer Aral in Bochum mitteilte. Das waren nur noch zwei Cent mehr als am 9. März, dem bislang preisgünstigsten Tag in diesem Jahr. Diesel kostet aktuell 1,12 Euro je Liter und damit vier Cent mehr als noch im Februar. (dpa/tz) Polen - Die polnische Unternehmen haben nach den ersten sechs Monaten den Export in die Ukraine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent gesteigert. Das schreibt die Tageszeitung „Rzeczpospolita“. Ende Juni betrug der Wert der ausgeführten Waren und Dienstleistungen 1,295 Milliarden Dollar. Damit exportiert das Land mehr in das osteuropäische Land als nach Ungarn oder Tschechien. Allerdings weist die Zeitung auch darauf hin, dass es für die polnischen Unternehmen mitunter schwer sei, solide Transportgesellschaften zu finden. Deshalb organisierten viele Firmen den Transport ihrer Waren selber. Darüber hinaus ist es nicht leicht, dort ein einwandfreies Vertriebsnetz aufzubauen. Das Land ist zweimal so groß wie Polen und verfügt über eine schlechte Infrastruktur. (bec)
Kurz vermeldet: 11. September 2006
Aktuelle Kurznachrichten und Unternehmensmeldungen des Tages